Das kleine italienische Städtchen Solferino hat für Rotkreuzler in aller Welt eine besondere Bedeutung. Hier hatte Henry Dunant vor 152 Jahren die Idee zur Gründung der Rot-Kreuz-Bewegung, geprägt von den schrecklichen Eindrücken der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859.
Die DRKler aus dem Landkreis Reutlingen in Solferino.
Reutlingen Alljährlich findet deshalb am letzten Samstag im Juni ein Fackellauf von der Piazza Castello Solferino in das sieben Kilometer entfernte Castiglione della Stiviere statt, bei dem der Weg nachgegangen wird, auf dem die sterbenden und schwer verwundeten Soldaten nach der Schlacht in die Kirchen und Lazarette von Castiglione gebracht wurden.
Acht Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Reutlingen nahmen in diesem Jahr an dem Fackellauf teil. „Es war ein Gänsehautereignis“ berichteten Daniela und Eberhard Pilger über die abendliche Wanderung von Tausenden von Rotkreuzlern.
Auf dem Programm standen auch Besuche des Internationalen Museums des Roten Kreuzes und der Kapelle von Solferino, wo über tausend Schädel und Knochen der in der Schlacht von Solferino gefallenen Soldaten aufbewahrt werden. Außerdem besuchte die Reisegruppe aus Reutlingen das 1959 eingeweihte Mahnmal des Roten Kreuzes mit Steintafeln für jede nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaft.
Aus aller Welt versammeln sich die Rot-Kreuz-Mitglieder in Solferino.