Das
Basisfahrzeug im Rettungsdienst ist der Rettungswagen (RTW). Im Rettungswagen
befindet sich das ganze Equipment um Notfallpatienten, und ggf. Intensivpatienten
bei Verlegungsfahrten, zu überwachen und versorgen zu können.
Die personelle Besetzung des Rettungswagens unterliegt gesetzlichen
Bestimmungen und muss mit mindestens einem Rettungsassistenten erfolgen.
Im Kreis Reutlingen werden rund um die Uhr fünf Rettungswagen vorgehalten.
Tagsüber ergänzt ein weiterer RTW die Flotte.
Prinzipiell stehen auf allen Rettungswachen zwei Rettungswagen, wovon
einer rund um die Uhr im Dienst ist, während der andere als Ersatz
dient und somit auch bei evtl. Nachalarmierung durch dienstfreien Kollegen
besetzt werden kann. Ausnahme bildet die Rettungswache Reutlingen auf
der vier Rettungswagen zur Verfügung stehen, wovon tagsüber
drei und nachts zwei besetzt sind.
Notarzteinsatzfahrzeug
(NEF)
Macht der eingehende Notruf bei der Leitstelle den Einsatz eines Notarztes
erforderlich, so wird dieser parallel zu dem Rettungswagen mitalarmiert.
Bei dem Notarztstandort Münsingen steigt der Notarzt
(NA) direkt im RTW mit, der dann als Notarztwagen (NAW) ausrückt
(Kompaktsystem).
Vom Notarztstandort Reutlingen und Bad Urach wird bei entsprechender Indikation zu
dem Rettungswagen das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) alarmiert, dass
am Krankenhaus den diensthabenden Notarzt auf nimmt und dann an der
Notfallstelle zusammen mit dem RTW eintrifft (Rendez-vous-System).
Das NEF ist mit dem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt;
die in Koffer verladene Ausrüstung ist fast identisch mit der
des RTW. Bei Ereignissen mit mehreren Patienten übernimmt der
NEF-Fahrer die primäre
Koordination an der Notfallstelle. Auf dem Bild sind die beiden NEFs
zu sehen.
Vorteil des Rendez-vous-Systems ist die größere Flexibilität
des Notarztes, der ggf. nach einer notärztlichen Erstversorgung
zu einem weiteren Notfall fahren kann, während der Patient im RTW
transportiert wird. Bei Einsätzen bei denen eine sofortiger Bereitstellung
von Blut im Krankenhaus erforderlich ist, kann der NEF-Fahrer mit dem
bereits am Notfallort abgenommenen Kreuzblut in die Klinik vorfahren,
sodass entsprechende Transfusionen vorbereitet werden können.
Krankentransportwagen KTW
Der KTW ist so eingerichtet, dass notfallmedizinische Basismaßnahmen
durchgeführt werden können. Dazu gehören Notfallkoffer,
Sauerstoff, Absaugpumpe, RR-Messgerät, Brechschalen, Infektions-Schutzkleidung,
Notdurftbesteck, etc.
Zwischenzeitlich sind auch alle KTWs mit sogenannten AEDs ausgerüstet. Diese
kleinen Geräte können im Falle eines Herz-Stillstandes Elektroschocks
abgeben und so helfen lebensgefährliche Störungen zu beseitigen.
Die personelle Besetzung unterliegt gesetzlichen Bestimmungen und erfolgt mit
mindestens einem Rettungssanitäter und einem Rettungshelfer.
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