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Retter auf vier Pfoten müssen viel trainieren

16.03.2012

Reutlingen Immerhin 114 Mal trafen sich die „DRK-Rettungshundler“ im vergangenen Jahr, was zu insgesamt 6300 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden führte. Darin enthalten sind 17 Einsätze, zu denen die Rettungshundestaffel im vergangenen Jahr ausrückte. Der längste Einsatz dauerte gar rund 20 Stunden.

Bei der jährlichen Bereitschaftsversammlung Rettungshunde wurde deutlich, dass dies aber nur ein kleiner Teil der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden ist, die von den Helferinnen und Helfer geleistet wurden. Die meiste Zeit nimmt das Training in Anspruch. Von den 114 Diensten entfielen denn auch 69 auf Übungen, 17 auf Einsätze, fünf auf Vorführungen und 23 auf weitere Veranstaltungen wie Theorieabende, Sitzungen und Arbeitsdienste.

Bereitschaftsleiterin Almuth Schäfer erinnerte daran, dass nur das regelmäßige Training der Hunde die erforderliche hohe Qualität bringe. Sieben geprüfte Hundeteams in der Fläche konnten ihren Stand halten und vier Teams sind 2011 erstmals in Trümmern geprüft worden.  Bereitschaftsleiter Jürgen Simon wies auf die Planungen für 2012 hin. Die Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs für ein 18 Jahre altes Transportfahrzeug für Mensch und Hund ist ebenso notwendig wie die Beschaffung neuer Einsatzkleidung. Beide Investitionen sind nur durch Spenden finanzierbar, da der DRK-Kreisverband als Träger der Rettungshundestaffel für diese Arbeit keinerlei Mittel vom Staat oder Versicherungen erhält.

Auch deshalb werde man weiterhin Straßensammlungen durchführen. Denn für den notwendigen Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs und den nötigen Umbau müssen ca. 33.000 Euro veranschlagt werden. Die Bereitschaftsmitglieder müssten, so Jürgen Simon, der zugleich Leiter der Einsatzformation Rettungshundestaffel ist, auch 2012 „kräftig sammeln, um die nötigen Anschaffungen tätigen zu können“. Der Bereitschaft Rettungshundearbeit gehören derzeit 27 Mitglieder an, 24 davon sind auch in der Einsatzformation tätig.
 
Zusammen mit zwei weiteren Bereitschaftsmitgliedern wurde die Bereitschaftsleitung für langjährige aktive Mitgliedschaft durch DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee ausgezeichnet, der zugleich die Grüße des DRK-Kreisverbandes überbrachte und das Engagement der Rettungshundestaffel ausdrücklich lobte. „Mit Ihren mehr als 6.000 Einsatzstunden liegen Sie obenauf mit manchen unserer 20 Ortsvereine“, stelle Tiefensee heraus, ehe er Almuth Schäfer für 20 Jahre, ihren Ehemann Frieder Schäfer für 15 Jahre, Susanne Staiger und ihren Ehemann Jürgen Simon für jeweils 10 Jahre ehrenamtliche Arbeit auszeichnete.