Katastrophenschutzübung mit etwa 420 Helfern in Rappertshofen: Kooperation zwischen DRK mit Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppe, Einsatzeinheit III und Feuerwehr und Polizei verlief positiv.
Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte nahm das DRK die von der Feuerwehr geborgenen Schwerverletzten in Empfang.
Ein Leichtverletzter wird vom DRK versorgt.
Am Samstag, den 16.04.2005 fand im Heim Rappertshofen in Reutlingen eine Großübung statt. Das Szenario: Im Keller des Wohnheims für behinderte Menschen bricht ein Feuer aus. Es kommt zu mehreren Explosionen. Sechs Menschen sind schwer verletzt im Keller eingeschlossen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung müssen weitere 60 behinderte und teilweise verletzte Menschen in Rollstühlen aus dem zweiten Obergeschoss des Hauses evakuiert werden.
Gegen 14.30 Uhr erreicht der Notruf die integrierte Leitstelle in Reutlingen. Aufgrund der Schadensmeldung rücken neben der Feuerwehr direkt zwei Rettungswagen und ein Notarzt aus. Schnell wird das Ausmaß der Katastrophe klar. Weitere Einsatzkräfte werden angefordert. Das Deutsche Rote Kreuz ist schließlich mit insgesamt 98 Helfern und 28 Fahrzeugen vor Ort. Neben dem Rettungsdienst mit mehreren Notärzten sind die Schnelleinsatzgruppe (SEG) sowie die Einsatzeinheit III, bestehend aus den Bereitschaften Eningen, Pliezhausen, Reutlingen und Wannweil im Einsatz.
Das DRK nimmt die Schwerverletzten in Empfang, die von der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz aus dem Keller geborgen werden. Parallel evakuieren weitere Feuerwehreinheiten teilweise mit Hilfe von zwei Drehleitern die Menschen aus dem zweiten Obergeschoss. Der Notfallnachsorgedienst (NND) kümmert sich mit sechs Mitarbeitern um die Evakuierten. Die Verletzten werden vom DRK in der eigens eingerichteten Sammelstelle versorgt.
Zahlreiche Beobachter und offizielle Gäste zeigen sich von der Schlagkraft von Rettungsdienst und Feuerwehr beeindruckt. Nach etwa zwei Stunden ist die Übung beendet. Den ersten Einschätzungen zufolge hat sich die gemeinsame Einsatzplanung von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei bewährt. Die Übung hat die Organisationen stark gefordert und die Stärken und Schwächen in der Koordination der Hilfskräfte untereinander offengelegt. Die detaillierte Analyse der Übung wird in den kommenden Wochen stattfinden.
Während das DRK für die Leichtverletzten eine Sammelstelle einrichtet werden die ersten Schwerverletzten ins Krankenhaus gefahren.