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07.01.2026

„Ich könnte mir nicht vorstellen, nichts zu tun.“

Simone Voßkamp ist in der Bergwacht Pfullingen aktiv und gibt Einblicke in ihr ehrenamtliches Engagement.
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Das Bild zeigt Simone Voßkamp
Simone Voßkamp, DRK-Bergwacht Pfullingen.

In regelmäßigen Abständen stellen wir ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vor, die stellvertretend für das vielfältige Engagement beim DRK im Kreis Reutlingen stehen.

Heute ist Simone Voßkamp von der DRK-Bergwacht Pfullingen zu Gast.

Auf die Frage, warum sie sich ehrenamtlich engagiert, antwortet Simone Voßkamp spontan mit einer Gegenfrage: „Warum sollte man es nicht tun?“ Für sie ist klar: Ohne Ehrenamt würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Untätig zu sein, kann sie sich nicht vorstellen. Dass ihr Weg sie eines Tages zur Bergwacht führen würde, ergab sich Schritt für Schritt.

Das Bild zeigt Simone Voßkamp auf einen Quad mit Ketten für die Rettung im Gelände im Winter.
Simone Voßkamp sitzt auf einem Quad mit Ketten statt Reifen, für den Einsatz im Schnee. 

Mit 17 Jahren trat sie dem DRK-Ortsverein Reutlingen bei und unterstützte die Bereitschaft. Nach dem Schulabschluss und einem FSJ im Krankenhaus zog es sie für mehrere Jahre ins Ausland. Zurück in Deutschland wollte sie wieder im Ortsverein mitwirken. Doch der Dienstabend passte terminlich nicht mehr zu ihrem Familienalltag.

Aus der Kletterhalle kannte sie einige Mitglieder der Bergwacht. Gemeinsam mit ihrem Sohn schaute sie dort vorbei: Er schloss sich der Jugendgruppe an, während sie zunächst als Fahrdienst mit ihrem VW-Bus die Aktivitäten unterstützte. Für Winterfreizeiten und Jugendwochenenden der Bergwacht Baden-Württemberg wurden zudem dringend weibliche Begleitpersonen gesucht – Voßkamp sagte zu. Bald folgte ihre eigene Ausbildung zur Bergretterin und sie wurde aktives Einsatzmitglied der Bergwacht Pfullingen.

Die Bergwacht wird immer dann alarmiert, wenn Menschen in unwegsamem Gelände Hilfe benötigen – also überall dort, wo ein regulärer Rettungswagen nicht hinkommt. Hinzu kommen Sanitätsdienste bei Veranstaltungen im Gelände, etwa beim Lichtensteinlauf. Einsätze sind oft kräftezehrend, doch Voßkamp betont: „Rettung ist Teamarbeit. Jede und jeder findet seinen Platz im Gefüge. Neben den Einsatzkräften im Gelände braucht es viele helfende Hände im Hintergrund: Menschen, die Materialien auffüllen, Decken und Rettungsmittel reinigen, Dienstabende vorbereiten oder Fortbildungen koordinieren.“

Nur wenn alle mithelfen, kann die Bergwacht schnell und zuverlässig reagieren. Menschen unterschiedlichster Berufe kommen hier zusammen – vereint durch die Liebe zu Natur und Bergen.

Für Simone Voßkamp ist die Bergwacht längst wie eine zweite Familie. Damit in Notlagen jeder Handgriff sitzt, muss regelmäßig geübt werden. Einsätze sind oft gefährlich, Vertrauen ist daher entscheidend. „Dass man sich blind aufeinander verlassen kann, schweißt unheimlich zusammen“, beschreibt sie.

Ihr Engagement empfindet sie nicht als Belastung – im Gegenteil. „Man bekommt so viel zurück. Es fühlt sich nicht wie Arbeit an“, sagt Voßkamp. „Ich kann die Welt nicht verändern, aber ich kann im Kleinen etwas bewirken.“

 

Wenn Sie mehr über ein ehrenamtliches Engagement beim DRK im Kreisverband Reutlingen erfahren möchten, folgen Sie bitte diesem Link.

 

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